GALERIE SEILER

Ausstellungen, Bilder und Einrahmungen seit 1887 in Heilbronn
aktuell:
SCHWÄBISCHER IMPRESSIONISMUS
Ausstellung

Die Galerie Seiler ist zumindest derzeit weltweit die einzige Galerie, die sich mit ihrem Ausstellungsprogramm ganz dem Schwäbischen Impressionismus verschrieben hat.
Seit 2023 gibt es ausschließlich Ausstellungen zu diesem Thema.


Schwäbischer Impressionismus

Abbildung: Anna Peters 
(1843 Mannheim - 1926 Stuttgart), 
Landschaft, Öl auf Karton, 18,5 x 26 cm

Der in Frankreich entstandene Impressionismus erreichte bald auch Deutschland. Corinth, Liebermann und Slevogt waren hier seine Hauptvertreter. Ihre Bilder hängen heute in den großen Museen und sind unerschwinglich. Es gab aber auch eine breite Strömung deutscher impressionistischer Malerei, die heute fast vergessen ist und die es wieder zu entdecken gilt.
Um Stuttgart und seine Akademie entstand der Schwäbische Impressionismus. Er ist geprägt von einer tonigen Malerei, in der Braun- und Grüntöne vorherrschen. Der Pinselduktus ist locker, manchmal fast heftig. Das Malmittel und der malerische Prozess gewinnen neben dem Motiv an Bedeutung. Hauptmotiv ist dabei oft die Natur, meist die heimische Landschaft mit ihrer Geologie und Flora. Dies alles war damals schon durch die Industrialisierung und den aufkommenden Verkehr bedroht und nicht mehr selbstverständlich. Über hundert Jahre später, in einer globalisierten, von Technologie und Sorge um den Klimawandel bestimmten Welt, gewinnen diese kleinen Fluchten in die weitgehend verlorene Heimat und die Auseinandersetzung mit deren künstlerischen Traditionen wieder an Bedeutung.

Anna Peters zum 100. Todestag 2026

 

Anna Peters, die Patriarchin des Schwäbischen Impressionismus, wurde 1843 als älteste Tochter des holländischen Landschaftsmalers Pieter Francis Peters und dessen Ehefrau Hendrica, geb. Mali, Schwester des bekannten Tier- und Landschaftsmalers Christian Mali, in Mannheim geboren. Zwei Jahre später zieht die Familie nach Stuttgart. Anna wird Zeit ihres Lebens holländische Staatsbürgerin bleiben.

In Stuttgart besucht sie am Königin-Katharina-Stift Literaturkurse bei Eduard Mörike. Der Vater, inzwischen königlicher Hofmaler Wilhelms I. mit eigenem Atelier im Alten Schloss, gibt ihr Malunterricht, ebenso später ihr Onkel Christian Mali, der ebenfalls ein berühmter Maler in München wurde.

Ab 1863 ist sie bereits an Ausstellungen in Berlin, Bremen, Kassel, Dresden, Wien und München beteiligt. 1877 kauft die Nationalgalerie in Berlin ein großformatiges Bild von ihr an, 1880 wird sie Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen. 1893 ist sie Gründungsmitglied des Württembergischen Malerinnen-Vereins, den sie großzügig finanziell unterstützt und dessen Präsidentin sie bis 1902 ist. 1896 nimmt sie in Berlin anonym an einer Concurrenz-Ausstellung von Blumenstücken deutscher Malerinnen teil und gewinnt mit ihrem „Rosenkorb“ den 1. Preis. Auch Adolph Menzel war von diesem Bild beeindruckt und soll gesagt haben: „Malen kann das Frauenzimmer“. Auch in Stuttgart ist sie ständig an Ausstellungen beteiligt. Sie hat großen Erfolg und gehört zu den ersten Frauen, die ganz von ihrer Malerei leben konnten. Sie versteht sich als Fachmalerin für Blumenstillleben. Aus der Tradition der holländischen Blumenmalerei kommend, wendet sie sich ab den 1890er Jahren immer mehr dem Impressionismus zu. Sie malt viel im Freien und arrangiert ihre Stillleben meist auch dort. Ihr Pinselduktus wird immer freier und lockerer. 1912 erwirbt sie ein eigenes Haus mit Atelier in Stuttgart-Sonnenberg, in das sie mit ihren Schwestern Pietronella und Ida einzieht. Verheiratet war sie nie, ebenso wie ihre Schwestern und auch ihr Onkel Christian Mali. 1918 erhält sie die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft des Königreichs Württemberg. Am 26. Juni 1926 stirbt sie in Stuttgart. 1931 wird eine Straße in Sonnenberg nach ihr benannt. 

Anna Peters

Hebstlicher Strauß auf einer Mauerbrüstung,
Öl auf Leinwand, 47 x 57 cm, signiert
Detail

Anna Peters

Waldlandschaft
Aquarell, 18 x 26,5 cm, signiert
Detail

Anna Peters attr.

Rosen und Holunderblüten, 
Öl auf Karton, 44 x 59 cm, oval
Detail

Anna Peters

Der Ortler
Öl auf Karton, 11 x 17 cm, signiert
Detail

Galerie Seiler

seit 1887 in Heilbronn

Die Galerie wird in der vierten Generation von Thomas Seiler geleitet. In meinem Onlineshop finden Sie alle in der Galerie vorhandenen originalen Kunstwerke und einen Teil der Kunstdrucke.
Ein weiterer Schwerpunkt der Galerie sind Einrahmungen. Bitte kommen Sie bei Interesse mit Ihrem zu rahmenden Bild in die Galerie und lassen Sie sich dort beraten.

Alle Bilder hier im Onlineshop können Sie in der

Galerie Seiler
Hafenmarktpassage

Gustav-Binder-Str. 8
74072 Heilbronn


im Original betrachten.

Ich freue mich auf Ihren Besuch.


Öffnungszeiten

Di., Mi.: 10 –18 Uhr,
Fr., Sa.: 10 – 14 Uhr

The Art of Flower Painting

Blumenmalerei

Das Lieblingsprojekt von Thomas Seiler ist der Ausbau des Bestandes an Bildern zum Thema Blumenmalerei, um diese als ständige Ausstellung in der Galerie und auch hier im Onlineshop zu präsentieren. Blumenmalerei galt zwar immer als eine der minderen Künste, ihre Geschichte reicht jedoch von der Antike bis in die Gegenwart.

Immer ist es dieselbe Versuchsanordnung: Ein Gefäß mit Blumen vor einem meist neutralen Hintergrund. Trotzdem wusste jede Epoche und jede Künstlergeneration dem Thema neue Facetten und Variationen abzugewinnen. Der Schwerpunkt der Sammlung von Thomas Seiler liegt  im frühen 20. Jahrhundert, als der Malduktus durch den Einfluss des Impressionismus lockerer und spontaner wurde, die Künstler es aber dennoch verstanden, das Eigene und Wesentliche einer jeden Blume einzufangen.

Ein spannendes Thema, das heute leider wenig Beachtung findet, obwohl gerade das Serielle des thematischen Ansatzes viel mit moderner Kunst zu tun hat.
Blumengemälde finden Sie im Shop sowohl unter dem Stichwort Blumenmalerei wie auch unter Schwäbischer Impressionismus.

Galerie Seiler

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Adresse

Galerie Seiler

Gustav-Binder-Str. 8

74072 Heilbronn
Öffnungszeiten: Di. + Mi.: 10 - 18 Uhr, Fr. + Sa.: 10 - 14 Uhr