• Käte Schaller-Härlin Malerin Schwäbische Impressionistin
Käte Schaller-Härlin Malerin Schwäbische Impressionistin

Käte Schaller-Härlin, Tulpen und Narzissen, 1954

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Käte Schaller-Härlin 

1877 Mangalore/Indien - 

1973 Stuttgart-Rotenberg 

Tulpen und Narzissen 

rechts oben signiert mit Monogramm KschH, 1954 

Original-Ölgemälde auf Hartfaserplatte 

33 x 48 cm, 
Rahmen-Außenmaß 41 x 57 cm 
Sehr guter Zustand des Bildes, der gebrauchte Rahmen ist vor allem unten berieben. Rückseitig Klebeetikett des Kunsthauses Schaller, Stuttgart.

Käte Schaller-Härlin

1877 Mangalore/Indien - 1973 Stuttgart-Rotenberg

 
Käte Schaller-Härlin, geb. als Tochter eines Missionars in Indien, studierte, da ihr damals als Frau die Staatlichen Akademien verschlossen waren, an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und der Damen-Akademie München. Danach ging sie nach Florenz an die Accademia di Belle Arti und später nach Paris, wo sie bei Maurice Denis und Henri Matisse studierte und Rodin und Rilke begegnete. Erst 1909 konnte sie dann Unterricht bei Adolf Hölzel an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart nehmen. 1911 heiratete sie den Stuttgarter Kunsthistoriker und Galeristen Hans Otto Schaller, der bereits 1917 im 1. Weltkrieg gefallen ist.
Schon in jungen Jahren erlangte sie Bekanntheit und Anerkennung mit ihren Monumentalmalereien für evangelische Kirchen in Württemberg. Nach dem Tod ihres Mannes wurde sie als Porträtistin berühmt und gefeiert. Theodor Heuss hat sie hierin besonders unterstützt und empfohlen. Etwa 2000 Porträts mehr oder weniger berühmter Personen soll sie geschaffen haben. Ihre eigentlichsten und bedeutendsten Werke hat sie aber meiner Meinung nach im Alter geschaffen, als sie solcher Auftragsarbeiten ledig war. Sie lebte ab 1950 zurückgezogen in ihrer Villa mit großem Garten in Stuttgart-Rotenberg. Als überzeugte Vegetarierin, Astrologin, Wahrsagerin, vielleicht so etwas wie eine "Malerhexe" im positiven Sinn, malte sie nur noch kleinformatige Stillleben. Von der zeitgenössischen Kunstgeschichte sicher nicht ernst genommen - sie lehnte die abstrakte Kunst ausdrücklich ab - schuf sie ihre persönlichsten Werke im Einklang mit der Natur. Künstlerisch und stilistisch am nächsten steht ihr hier wohl Gabriele Münter, die auch erst in letzter Zeit wirklich gewürdigt und nicht nur als Freundin von Kandinsky wahrgenommen wird.

Die Städtischen Museen Heilbronn würdigten 2018 in der Kunsthalle Vogelmann Käte Schaller-Härlin und Mathilde Vollmoeller-Purrmann mit einer Doppelausstellung unter dem Titel „Halb Frau – halb Künstlerin“. 
Käte Schaller-Härlin wird in der Ausstellung "Schwäbische Impressionistinnen. Malerinnen zwischen Neckar und Bodensee (1890 - 1930)" vertreten sein, ein Ausstellungsprojekt von Schloss Achberg und der Städtischen Galerie Bietigheim-Bissingen. 13. 4. - 13. 10. 2024 auf Schloss Achberg, danach in Bietigheim-Bissingen.

Thomas Seiler


Käte Schaller-Härlin